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Über das iParlament

 

Das iParlament will als "Raum der Möglichkeiten", als "politischer Dienstleister" und als "Parlament von unten" jenen zur Verfügung stehen, die - wie in unserem Logo formuliert - "Politik besser machen" möchten. Dies erkennt ausdrücklich an, dass es bereits sehr viele gute Ansätze in der Politik gibt, diese jedoch weiter optimiert werden können oder sie oft erst bekannt gemacht werden müssen, damit sie wirksam werden.

 

Das iParlament ist unabhängig von Parteien oder Parteipolitikern entstanden. In sehr direkter und ursprünglicher Weise verkörpert es bereits in seiner Struktur einen Teil jener ursprünglichen Basisdemokratie, bei der es nicht zuerst um das Abstimmen, sondern mehr um das Argumentieren, Zuhören, Nachfragen und die Konsensbildung geht. Die bessere Idee soll eine Chance haben, die bisher beste zu ersetzen. Fragen und Zweifel sind erwünscht, gegenseitiger Respekt und Dazulernen der Normalfall.

 

Das iParlament steht für anspruchsvolle politische Auseinandersetzung, für die Vorbereitung und Umsetzung kreativer politischer Aktionen und für die Möglichkeit, in Vorwahlen die bestmöglichen Kandidaten auszuwählen. Trotzdem ist es in gewissem Sinn "zielfrei" und wird sich durch die agierenden Personen und deren Beiträge entwickeln bzw. weiterentwickeln.

 

Bildlich gesprochen könnte man sagen: Die Initiatoren des iParlements stellen ein Fußballfeld zur Verfügung, definieren einige wenige Spielregeln, spielen selbst darauf und laden andere zum Mitspielen ein - was genau jedoch im Laufe des Spiels passiert, ist vorab nicht klar und wird von allen Mitspielern immer wieder neu hervorgebracht.

 

Von seiner Struktur her ist das iParlament im Wesentlichen aufgebaut wie ein Regal mit beliebig vielen Ordnern, in denen sich beliebig viele Registerblätter mit beliebig vielen Notizzetteln dahinter befinden. Jeder Nutzer kann sowohl einen neuen Ordner eröffnen oder in vorhandene Ordner ein neues Registerblatt einlegen bzw. hinter eines der Registerblätter einen Notizzettel ablegen. Beispiel: Im Ordner "Bundespräsidentenwahl 2014" in der Rubrik "Personen vorwählen" befinden sich fünf Registerblätter mit den Namen der Kandidaten. Hinter jedes Registerblatt können nun Notizzettel angehängt werden (der Diskussionsfaden). Bewertet werden können sowohl die Ordner als auch die Registerblätter - so dass durch die Sortiermöglichkeit ständig der am besten bewertete Ordner und darin das am besten bewertete Registerblatt "oben" stehen.

 

Im Vergleich mit dem parlamentarischen Alltag entspräche also ein "Ordner" einer Rede und ein "Register" einem Antrag zur Abstimmung.

 

Und noch eine Besonderheit zeichnet das iParlament aus: Hier agieren keine Abgeordneten, niemand gibt seine Stimme an einen anderen ab. Jeder, der im iParlament mitwirkt, vertritt sich selbst und ist - im Rahmen der rechtlichen Rahmen - frei, seine Gedanken, Meinungen und Ideen zu äußern.

Das iParlament: Personen vorwählen, Themen diskutieren, Aktionen planen

»Abstimmungen im Internet sind das Modell der Zukunft«

 

(Hans-Ulrich Jörges, 2009)