Lieber Herr Jonathan,
Sie haben DAS Thema plaziert, das ich auch für zentral halte.
Ich bitte schon mal um Verzeihung, für das was jetzt folgt. Aber ich warte schon SO lang auf eine Gelegenheit mit einem engagierten Gegenüber meine Gedanken zu diesem Thema diskuttieren zu können, dass ich jetzt nicht kneifen kann. In der Hoffnung eine lebhafte Diskussion in Gang zu setzen, sei es gewagt :
Was ist falsch an unserem Geld ?
Oder
Die Politik des Ich
Was sie ist und was sie will
(Auszüge)
von
Karl-Heinz Falkenburger
28.06.09
Ausgangspunkt der Politik des Ich ist der Mensch. Er ist gegliedert in drei wesentliche Bereiche :
- einen Kopf zu dem das gesamte Nerven-Sinnessystem zählt, das der Wahrnehmung, dem Denken, der Erkenntnis dient. Aus ihm schöpft der Mensch seine Weltanschauung, gewinnt seinen Standpunkt, sein Urteil, seine Meinung. Mit dem Denken vermag er das Erlebte, das Leben, die Welt, die Natur zu durchdringen, zu erforschen und zu gestalten.
-ein (Blut-) Kreislaufsystem, das alle Organe versorgt und ernährt und je nach Leistungsanforderung Durchblutung, Puls und Blutdruck anpasst. Mit dieser Funktion ist auf das Engste das sich Wohl-Fühlen verknüpft. Sinnbild dafür ist das Herz, das Zentrum des lebendigen Fühlens, Ausgangspunkt und Steuerung jeglicher lebenserhaltender Zirkulation.
-ein Stoffwechsel- und Gliedmaßensystem, das einerseits die gesamte Energiegrundlage für den Organismus schafft und dem Denken die Umsetzungsorgane für das Vollbringen bietet : Hände und Füße. Sie können das schaffen, was aus der gewonnen Erkenntnis und Weltanschauung des Kopfes angestrebt wird.
Im sozialen Organismus muss notwendig dieselbe Drei-Gliederung herrschen, wenn er funktionsfähig und gesund sein soll.
Dem Kopf entspricht dabei das
- Erziehungs- und Ausbilddungswesen (von der Kindertagesstätte bis zur Universität).
Hier geht es um die Befähigung der heranwachsenden Generation, um Wissenschaft bis hin zu ihrer technischen Umsetzungsreife. Aber auch jegliche kulturelle und künstlerische Leistung bereichert eine Gesellschaft und inspiriert sie; macht Freizeit und Erholung attraktiver oder führt zur selbstkritischen Auseinandersetzung und Hinterfragung.
Wie der Kopf sich selbst nicht ernähren kann, so ist auch dieser Bereich des Sozialen auf die Bereitstellung der erforderlichen Mittel (aus der Wirtschaft übermittelt durch den jetzigen Staat in Form von Steuern oder Sponsering) angewiesen.
Dem (Blut-)Kreislaufsystem und dem Herz als Steuerungszentrum entspricht das
- Rechtswesen. Es regelt nach demokratisch beschlossenem Gesetz und Ordnung den Mittel-Zu– und Abfluss. Wie im Körper das Blut (allgemeiner : die Säfte) geordnet fließt, so im Sozialen Organismus - - das Geld. Genau wie beim Menschen hängt das Wohl-Fühlen im Sozialen elementar von der gelingenden Verteilungsfunktion dieses Kreislaufsystems ab. Wo zu wenig Geld ankommt oder zu viel, wo es sich staut, zusammen klumpt, Gefäßverschlüsse entstehen, droht Unheil, Not und Krankheit.
Dem Stoffwechsel-Gliedmaßensystem entspricht das
- Wirtschaftswesen. Ihm entspringen im sozialen jegliche materielle und dienstleistungsbezogene Grundlagen. Im Wirtschaftsgebiet werden die existentiellen Mittel geschaffen, die jeder Einzelne,
eine Region, ein Land bzw. die Welt zu ihrem Leben benötigen.
Diese drei Gleider stehen im Menschen unter der Führung des Ich. Unter seiner Aigide arbeiten sie zielführend zusammen.
Die Politik des Ich hat zum Ziel, den sozialen Organismus so zu gestalten und einzurichten, dass er ebenso diesem Führungsprinzip des Ich\\\\\\\\\\\\\\’s zugänglich wird und ihm dient.
Die Menschheit hat einen Grad von Selbstbewusstsein in jedem Einzelnen erreicht, dass das soziale Ganze Schäden erleidet und Schäden erzeugt, wenn es nicht in Übereinstimmung mit den Prinzipien des Ich ist. Das Ich jedes Einzelnen, aber auch in der Gesamtheit aller Iche einer Region, eines Landes – in weiten Teilen heute schon – der Welt, will gemäß seinen Prinzipien in allen drei beschriebenen Gliedern leben. Es will und muss sie nützen können, um sich selbst verwirklichen zu können.
Das Ich kann nur im Geistigen Bereich des Erziehungs- und Ausbildungswesen, in Forschung und Wissenschaft leben, wenn es darin frei ist. Freiheit ist das Ich-Prinzip in allem Geistigen.
Die Sphäre allen Rechtlichen muss bestimmt sein vom Gleichheitsgrundsatz. Gleichheit ist das Ich-Prinzip in allem Rechtlichen.
Das Wirtschaftsgebiet dient dem gemeinsamen Hervorbringen des zum Leben Notwendigen für alle. Brüderlichkeit ist das Ich-Prinzip allen Wirtschaftens.
Diese Grundgedanken hat erstmalig Rudolf Steiner in seinem Buch “Die Kernpunkte der sozialen Frage” im Jahre 1919 veröffentlicht..
Ihre Aktualität habe ich versucht in meiner “Politik des Ich” darzulegen und aus dem Geiste dieser als wegweisend erkannten Grundgedanken, Antworten auf drängende Probleme der Gegenwart zu formulieren.
Mit der Politik des Ich geht es mir darum, das Fahrwasser der Parteien-Politik zu verlassen.
Es geht darum Lebensbedingungen des Menschen im sozialen Organismus zu erkennen und diesen selbst seiner höheren Bestimmung - der Entwicklung des selbstbewussten Ich - gemäß zu gestalten.
Nichts weniger als die weitestgehendste Emanzipation des Menschen ist das Ziel dieser Politik.
Das Ich aller Menschen
will sich geistig frei entfalten können,
will sich rechtlich, als guter Demokrat gemäß des Gleichheitsgrundsatzes seine passende Gesellschaftsordnung erschaffen können,
will wirtschaftlich gemeinsam, brüderlich das zum Leben Notwendige hervorbringen.
Es braucht dazu Strukturen, Organe und Einrichtungen im sozialen Organismus, die es ihm erlauben und ermöglichen, zu seinem Recht zu kommen, sich geltend zu machen.
Diese Strukturen und Prinzipien, die der selbstbewußten Ich-Entwicklung förderlich sind, sind allgemein menschlich. Sie benötigen alle Menschen auf der Welt. Daher ist der Charakter dieser Politik immer global.
Zum Wesen des Geldes
Der belebenden und regelnden Funktion des Blutes im Organismus, entspricht die belebende und regelnde des Geldes im Gemeinwesen.
Was bedeutet dann : ich habe 100,- € ?
Ich halte damit in Händen, das Recht auf Waren und Dienstleistung im Wert von 100,- €.
Wer hat diese Waren und Dienstleistungen erbracht ?
Andere Menschen !
Die 100,- € sind also zu Ende gedacht tatsächlich RECHTE auf durch andere Menschen hervorgebrachte oder noch hervorzubringende Leistungen und Waren.
Als Arbeitgeber formuliert : Rechte auf die Arbeitskraft Anderer.
Hier beginnt die Schieflage und das Leiden.
Ist es noch der unantastbaren Würde des Menschen entsprechend, wenn ich seine Kreativität, seine Arbeits-kraft für 100,- € kaufen kann ?
Der krasseste Fall ist sicher die Prostituierte, die ich „kaufen“ kann.
Aber viel weniger krass ist der Kauf der Arbeitskraft eines sog. „Geringqualifizierten“ für den gerade diskutierten lausigen Mindestlohn von 7,50 € bis 8 € /die Stunde auch nicht !
Kann es sein, darf es sein, dass ich Menschen immer noch „kaufen“ darf und sei es eben „nur“ zum Teil – als Arbeitskraft ? Ist dies nicht unwürdig ?
Das Recht auf Waren ist eine feine Sache; hier ist Geld eine treffliche Einrichtung – höchst komfortabel, einfach praktisch, genial.
Bei mancher Dienstleistung ist es sogar üblich, wenn sie gut erbracht wurde, über die bereits geregelte „Bezahlung“ hinaus, sich erkenntlich zu zeigen, eine Anerkennung auszusprechen : im Krankenhaus, wenn man mit der Behandlung und Pflege zufrieden war, im Hotel, im Restaurant, beim Arzt, Heilpraktiker, Pfarrer, beim Handwerker etc. .
Meiner Meinung nach, wird hier bereits sehr fein empfunden, dass die Mühe, das Engagement, dass mir ein „Dienstleister“ entgegenbringt, etwas damit zu tun hat, wie er mir als Mensch, als Mitmensch begegnet und die Bezahlung wie auf einem anderen Blatt steht.
So ist es im Grunde ja auch – so sollte es vielmehr sein !
Das Einkommen, dass jemand braucht um leben zu können, ist das Eine; ob er seine Sache gut, mittelmäßig oder schlampig, desinteressiert macht, ist das Andere.
Wir empfinden dies schon ganz gut. Wir wissen es meist nur nicht bewusst – und wir richten unsere Ver-hältnisse überhaupt nicht danach ein, sondern tun so, als ob es nur um „Bezahlung“ geht, um den Preis der „Ware“ Dienstleistung.
Was ist denn das besondere an der Krankenschwester, die meine Mutter so nett behandelt und versorgt, aufgemuntert hat ?
Dass ich sie nicht selbst bezahle dafür !
Ihre Bezahlung, ihr Einkommen bekommt sie von der Krankenkasse. Deshalb bewerte ICH als Gepflegter, von ihr versorgter Patient oder Angehöriger noch einmal extra wie gut, wie schön sie es gemacht hat. Ich bewerte und anerkenne ihre Mitmenschlichkeit.
Mein Verhältnis als Patient zu ihr, ist das eines Menschen zu einem anderen Menschen, der mir mehr oder weniger Gutes tut. Das ist der eigentliche Tatbestand.
Kann man dieses Verhältnis von Mensch zu Mensch „BEZAHLEN“ ?
Ich kann es anerkennen – aber ist der Blumenstrauß, die Flasche Wein, das Päckchen Kaffee, selbst der zugesteckte Geldschein Bezahlung ?
Dieses einzig wirkliche Verhältnis, der für einander arbeitenden Menschen, ist gewöhnlich verschleiert, zu-gedeckt, verkleistert durch die Tatsache, dass ich „meine Rechnung bezahle“.
Dies führt zur Illusion, dass ich Den bezahlt habe, der mir mein Auto repariert hat, mein Brot gebacken, meine Heizung gewartet hat ... . Bei der Krankenschwester, dem Arzt, dem Polizist als Freund und Helfer, dem Lehrer, dem Sozialarbeiter ... ist das wahre Verhältnis von Mensch zu Mensch sichtbarer, weniger verbrämt und unkenntlich gemacht. Ihre „Bezahlung“ steht tatsächlich auf einem anderen Blatt, steht nicht den falschen Eindruck aufdrängend, zwischen mir als Klient und Nutzer und diesen eher sozialen Berufsgruppen. Denn genau genommen kann ich das, was Menschen mir tun, nicht bezahlen !
Ich müsste Gott sein, um es voll gültig zu können.
Was ich gebe ist GELD – also weiter gereichtes Recht auf Waren und Dienstleistungen durch wieder Andere. Kann ich das Bezahlung nennen ? Oder spiegelt sich darin nur wieder die Unmöglichkeit ?
Das Geld habe ich erhalten, weil auch ich Waren und Dienstleistungen in das Gemein-Wesen eingebracht habe : als Bäcker, als Bauarbeiter, Sekretärin oder als Chef einer Fabrik ... . Also NUR durch mein ebenfalls HINEINGEBEN erlange ich Rechte auf ein HERAUSNEHMEN dürfen – bin ich TEIL-NEHMER !
Alles was mit meinem Teil-Nehmer-Sein zu tun hat, ist auch der Grund, warum ich die anderen brauche. Während ich Arzt, Bäcker oder Bauarbeiter bin, kann ich weder Kartoffel für mich anbauen, Kleider für mich nähen, noch das Trinkwasser für mich in die Leitung bringen. Ich bin ganz für Andere da – kann während meiner Berufstätigkeit nicht für mich, meine Bedürfnisse sorgen, sondern nur für die der Anderen. Deshalb müssen die Anderen für alle meine Bedürfnisse mitsorgen. Dies ist die Grundlage für die arbeitsteilige, monetäre, „Geld-Gesellschaft.“
Ist dabei jetzt eigentlich jemand „bezahlt“ worden ?
Ich habe genau genommen als Teil-Nehmer nur den Ausgleich, dass Andere meine Lebensnotwendigkeiten besorgen, während Ich Teile der ihrigen übernehme.
Im Grunde bin ich nur quitt.
Bin ich dann aber je bezahlt worden ?
An dieser Stelle zweigt die ins Praktische führende Argumentation für ein GRUNDEINKOMMEN ab, ALS EINSTIEG IN DEN AUSTIEG AUS DER "BEZAHLUNG" VON ARBEIT (siehe dort)
Noch einmal ganz konkret : während ich als Bauarbeiter für andere ein Haus helfe zu bauen, nähen wieder Andere meine Arbeitskleidung, backen mein Brot, haben mir ein Schnitzel ermöglicht und für Trinkwasser und Strom in meiner Leitung gesorgt.
Ich bin quitt mit ihnen, denn ich habe für jemand sein Haus gebaut und konnte all das andere Lebensnot-wendige nicht für mich tun, während dieser Zeit.
Bin ich bezahlt worden ?
Ich sage noch einmal : ich bin quitt – alle sind quitt.
Bezahlt – wurde niemand – jeder hat als Teil-Nehmer eingebracht und darf nun auch herausnehmen.
Das ist alles. Mehr geht nicht vor sich - solange da nicht die „Ackermänner“ der Geldbranche ihr Unwesen treiben. Die haben nämlich niemals real so viel hineingebracht, wie sie herausgenommen haben. Es sei denn sie wären imstande gewesen „Stroh zu Gold zu spinnen“ !
Das sind aber bekanntlich Märchen, oder ?
Abgesehen aber von solchen Ammen-Märchen haben die „Ackermänner“ der Nation, Tausende, wenn nicht gar Millionen zu ihren Deppen gemacht. Für ihre in organisierter Kriminalität an sich gebrachten 14 Millionen Jahresgehalt, dürfen nämlich so und so viele Teil-Nehmer in der Tat UMSONST arbeiten, weil sie von dem, was in den Büros dieser Chefetagen aus Stroh zu Geld gesponnen wurde, nie irgendetwas ab-bekommen werden, nicht soviel wie unter einen Fingernagel passt.
Von dem was da aus Stroh zu Geld geworden ist, können die „Ackermänner“ sich zwar ihre feinen Villen bauen lassen und ihre teuren Autos kaufen – aber die Bauarbeiter werden von dem Stroh, dass da in den Chefetagen herumliegt nichts „runterbeißen“ können, nichts haben : kein Brot, keine Arbeitskleider, kein Schnitzel in der Pfanne - keine Realien.
Das höchste der Gefühle ist ein wieder kostendes, teures Girokonto oder noch teurere, unfaire Kredite; und wenn sie je Geld übrig haben sollten, als echter Teil-Nehmer, können sie sich an der „Stroh zu Geld- Lotterie“ beteiligen, auch ein bisschen auf „Ackermann“ machen : in Anleihen, in Aktien, in Investment-fonds etc. - ein bisschen mitpockern ... .
Was diese Polemik soll ?
Sie soll zuspitzend deutlich machen, dass wir unterscheiden können und sogar müssen (!) zwischen
ordentlichen Teil-Nehmern, die immer auch Werte mithelfen zu schaffen und echte Dienstleistungen erbringen und nicht ordentlichen Teil – NEHMERN !
Was machen denn die Ackermänner der Banken und der als „Hedgefonds“ grassierenden Haie und Heuschrecken ?
Sie machen Wetten, Wett-Spiele auf den realen Kreislauf der realen Teil-Nehmer und ihrer Beiträge. Aktien-, Immobiliengeschäfte, noch schlimmer der Derivaten-Handel sind nichts anderes als Spekulationsgeschäfte - auf die realen Teil-Nehmer-Beiträge oben drauf gesetzt – wie beim Roulette.
Und was ist los im Staate Dänemark und auch bei uns ?
Siehe da : es wird bereits mehr Geld mit diesen Wetten an den Spielbänken der Börsen verdient, als mit realer Arbeit. (Porsche z. B. meldete Anfang November 2008 sogar das Wunder, mehr Gewinn gemacht zu haben, als Umsatz- möglich geworden, durch seine VW-Aktien.)
Hier stinkt der Fisch vom Kopf her – weil er fault !
Jetzt ist wohl endgültig fällig, sich das Geld mit dem das ganze aberwitzige Monopoly-Spiel in Gang gehalten wird, näher zu betrachten.
Das was wir also ohne genau hin zu schauen „Bezahlung“ nennen, ist eigentlich nur das, was i. d.T. viel besser auf einem anderen Blatt stehen sollte : mein Lebens-Bedarf.
Hier kommen wir auf eine Grundfunktion des Gemein-Wesens : es regelt durch Bewertung, wie viel mein Teilnehmer-Beitrag in Euro und Cent wert ist.
Wir kennen das alle : ein Teilnehmerbeitrag eines Arztes ist höher angesehen, als der der Krankenschwester , der eines Lehrers höher taxiert, als der eines einfachen Bauarbeiters.
Wieso eigentlich ?
Ein Grund mag sein, wie viel Ärzte es gibt, im Vergleich zur Zahl der Bauarbeiter. Dahinter steckt auch, wie oft ist es möglich, aus der Bevölkerung jemanden zu finden, der die Qualitäten für den Arztberuf hat. Irgendwo fließt sicher auch hinein, was in Form von Abitur und Studium als Lernleistung zu absolvieren war.
Ganz zufrieden kann ich jedenfalls mit den angeführten Gemeinplätzen nicht sein. Denn jeder Teil-Nehmer hat zunächst einmal im Groben genau den selben Bedürfniskatalog : ein Dach über dem Kopf, Nahrung und Kleidung, die üblichen Genussmittel, das Bedürfnis nach Unterhaltung, Kommunikation, Kultur, Mobilität, Erholung, Gesundheit ....
2010 in Euro ausgedrückt – ohne gleich in Ober- und Unterschicht-Kategorien pressen zu wollen -
Minimum : 1200 €/ Netto im Monat /Erwachsenem – nach oben offen .
Möchten Sie Ihren Teilnehmerbeitrag geringer bewertet wissen ? Höher ist sicher nie ein Problem. Und doch gibt es die lausige Mindestlohndebatte von 7,50 € /die Stunde – das ergäbe aber allenfalls 1200 € Brutto !
So gemein kann also ein Gemein-Wesen sein.
Mein Lebensbedarf kommt, wie wir gesehen haben den Realien nach, von den Anderen.
Das Geld, dass mit dem „Anschein von Bezahlung“ weitergereicht wird, kursiert als Ausdruck des durch den eigenen Teil-Nehmer-Beitrag erworbenen Rechtes, auf durch Andere erbrachte Lebensnotwendigkeiten, als Recht auf meinen Lebensbedarf.
Dieses Geld ist im eigentlichen Sinn Tauschmittel, Tausch-Geld.
Ich bekomme mit ihm das Recht, das zu kaufen, was ich zum Leben benötige. M. a. W. - ich bekomme
Kauf-Geld, das ist die erste Funktion des Geldes.
Mit der Zumessung meines Anteiles an Kaufgeld, führt das Gemeinwesen in einer Rechtsordnungsfunktion die Bewertung meines Teil-Nehmer-Beitrages durch. Das Kaufgeld wird ständig weitergereicht; kaum er-halten, gebe ich es für die 1000 Dinge des täglichen Bedarfes wieder aus. Manchmal gelingt es aber auch Teile des zugemessenen Kaufgeldes auf die Seite zu bringen.
Ich kann es ansparen für einen Urlaub, ein Auto, ein Haus. Das sind zwar auch alles noch Lebens-Bedarfe, weisen mit ihrer Langlebigkeit, wie beim Haus, aber schon in die nächste Sphäre des Geldes.
Geld das nicht in den Konsum geht, sondern mittel – und langfristig angespart wird, erschließt für ein Gemeinwesen die
2. Funktion des Geldes : Geld das VERLIEHEN wird
von Menschen die es erübrigen an solche, die damit Neues schaffen wollen. In der Regel spricht man vom Kapital und seinem dazu-gehörigen Kapitalmarkt. Unternehmer realisieren mit dieser Geldfunktion ihre Unternehmungen, wie Firmengründungen, neue Produktionsverfahren etc. Das Wissen der Universitäten und ihrer einzelnen Fachgebiete, wird mit Einsatz von Kapital in seine technische Anwendbarkeit gebracht.
Kapital und Wissen (neudeutsch „Know-How“) sind der Motor unseres Fortschrittes.
Das Geld, dass diese Funktion erfüllt, könnte (alt-deutsch) LEIH-GELD genannt werden.
Es ist durch KONSUMVERZICHT geopfertes Kauf-Geld – quasi durch die Selbstlosigkeit der Teilnehmer eine Stufe höher gehobenes Kaufgeld. Dies trifft auch für erzielte Gewinne aus wirtschaftlich erfolgreichem Handeln zu. In diesem Fall wird durch unternehmerischen Konsumverzicht aus Gewinn Kapital, dass zur freien Verfügung steht und auf andere übertragen werden kann.
DAS wäre der normale und auch der gesunde Weg zur Kapitalbildung.
Etwas vollkommen anderes liegt vor, wenn Banken selbst (willkürlich) Kredit schöpfen. In den USA war z. B. gesetzlich vorgeschrieben, dass lediglich ein Fünftel aller Einlagen einer Bank durch Bargeldreserven ab-gesichert sein müssen. 1000 $ Realeinlage können so z. B. um weitere 4000 $ Kreditvolumen erweitert werden - sprich : um 5000 $ auszuleihen benötigt die Bank lediglich 1000 $ tatsächlich vorhandene Einlage. (Dies rechnet P.A. Samuelson in seiner „Volkswirtschaftslehre“, Bd. I, S. 395, 1975, vor)
Mit dieser Kreditschöpfung – aus dem Nichts – sind wir bereits im manipulativen Trickreichtum mensch-licher Schlauheit, bei dem die Risiko-Streuung in der Breite durch einen Zusammenschluss von Banken in einem Einlagensicherungssystem, die Geldabsicherung übernimmt. Im Ernstfall benötige ich, anschaulich formuliert, das Zusammenstehen von mindestens 5 Banken mit ihren jeweils tatsächlich vorhandenen 1000 $ Mindesteinlage, um die raffiniert ausgeliehenen „5000 $“ als Bargeldreserve tatsächlich „ZU HABEN“ - falls meine eigene Bank schwächelt. Sonst gucke ich nämlich samt den anderen Kunden dieser Pleite in die bekannte „Röhre“. Die jetzige globale Finanzkrise ab Oktober 2008 lehrte uns das Fürchten vor solchem Trickreichtum.
Was sind die auf diesem Wege in die Kaufgeldsphäre gelangten Summen ?
Wenn profunde Kenner ihrer Volkswirtschaft dieses Geld in Umlauf bringen, bedeuten sie im Voraus ausgegebenes Kaufgeld, Kredit (bzw. Bestellungen) auf aller Voraussicht nach zu erwartende, reale Waren und Dienstleistungen. Anders ausgedrückt : der Emittent der zusätzlichen (jetzt symbolisch bezifferten) 4000 $ (oder €) SCHWÖRT auf das Wirtschaftswachstum, dass dieses „SCHEIN“-Geld REALISIEREN wird.
Gänzlich inkompetente, wirtschaftlich blauäugige – oder restlos skrupelose - Emittenten organisieren im besten Fall eine Tombola und streuen „Lotterie“-Geld unter das Volk, in der Hoffnung, dass neben vielen Nieten, auch Glückstreffer und Gewinne dabei sind.
In wirtschaftlich schlechten Zeiten ohne das erhoffte Wachstum, sind diese Summen ungedeckte Schecks, denen keinerlei Waren und Dienstleistungen gegenüberstehen.
Amerika und in Folge leider auch der Rest der Welt hat genau das jetzt erfahren müssen !
Die faulen Kredite, ohne Sicherheiten in rauhen Mengen vergeben und zu unserem Leidwesen dann in absolut egoistischer Berechnung global weiter verkauft, nach dem Sintflut-Motto - „was interessiert mich, was aus meinen verramschten, wackeligen Krediten in 2-5 Jahren wird, wenn ICH jetzt damit Geld verdienen kann“- sind jetzt für viele zu ungedeckten Schecks geworden.
Wer wird wohl in diesem Fall das dennoch ausgegebene „Schein“- Geld in Realtität verwandeln ? Dreimal dürfen Sie raten !
Verbindet sich echtes Leihgeld aus Konsumverzicht mit einer unternehmerischen Idee zu einer konkreten wirtschaftlichen Unternehmung, ist damit im Erfolgsfalle, eine neue Wertschöpfung für das Gemeinwesen realisiert. Die damit neu geschaffene Ware oder Dienstleistung wird wieder zum realen Teil-Nehmer-Beitrag, der Bedürfnisse anderer deckt und deshalb zum ordentlichen Recht auf Kaufgeld-Zuteilung bzw. Anerkennen von Lebensbedarfen, führt.
Leihgeld + Idee - reale Unternehmung = Ware oder Dienstleistung = Reale Investition.
Fließt Geld OHNE unternehmerische Intension, ohne zukunftsträchtige Idee, nur zum Zwecke der reinen GELDVERMEHRUNG – also zum bloßen Selbstzweck, aus reiner Geld-Geilheit (z. B. in die bezeichneten Wetten ) liegt KEIN ORIGINÄRER INVESTITIONSVORGANG vor.
Überflüssiges Kapital sucht aus „Langeweile“ eine Pseudo-Betätigung, will sich nicht die Hände schmutzig machen und verlegt sich daher auf – faule Tricks .
Diese Krankheit ist ansteckend und das Geschehen, dass dadurch sich in Szene setzt, nennen wir unbedarft Börse, Börsenaktivität.
Der erste Stufe davon ist noch akzeptabel :
I.Geldbesitzer investieren in Aktien, die dadurch reale – im besten Fall aus Überzeugung ausgewählte- Unternehmen mit Kapital versorgen, die reale Unternehmungen damit ausführen; diese werden wie beschrieben wieder zu realen Waren und Dienstleistungen. Der „Lohn“ des überzeugten Investors ist normalerweise die Dividende.
II.Rechnen zu viele Geldbesitzer mit zu feinen Gewinnen, wenn sie in bestimmte Werte investieren, kommt es zur ÜBER-KAPITALISIERUNG von Unternehmen. Der Blick auf echte unternehmer-rische Aktivität beginnt unter dem sich spürbar machenden RENDITEDRUCK im Unternehmen, zu schielen. Die Folge sind Rationalisierungen und Mitarbeiterabbau und nicht selten überflüssige , tollkühne bis schwachsinnige Produkte, die zum reinen Zwecke des noch mehr Verdienen-Wollens auf den Markt geschmissen werden. Menschlich-psychologisch wird die Grenzerfahrung gesucht : wieviel liegt noch drin, geht noch mehr- ? Nicht weil es notwendig wäre, es irgendjemand benötigt, haben will, wird produziert, sondern weil ich als überkapitalisierter Unternehmer es wissen will !
Das führt in der Summe zur WEG-WERF-PRODUKTION, mit der nur ausprobiert wurde ob noch was geht, weil das Geld ja da war, es ermöglicht hat. Da solche eigentlich unnötigen Produkte nur zu Dumpingpreisen abgesetzt werden können, muss weiter in die Effizienz investiert werden – sprich noch mehr Maschinen statt Arbeitsplätze, die Produktion wandert irgendwann ab in Billig-Lohnländer und damit nicht noch am Ende „unnötig“ Steuern zu zahlen wären, gibt es kräftige Ausweitungen der Aufsichtsrats- und Vorstandsbezüge – diese Damen und vor allem Herren müssen dafür ja auch SO gemein sein !
III.Hat dies am Ende noch geklappt und der Börsenkurs zeigt weiter nach oben, fließt noch mehr Anlegergeld in dieses Unternehmen, dass dann zum MACHTAUSBAU in Form von Zukäufen oder feindlichen Übernahmen verwendet wird, um Konkurrenz auszuschalten und zu einer marktbeherrschenden Stellung zu gelangen.
Werden mit Stufe II und III satte Gewinne realisiert, entstehen immer auch volkswirtschaftliche Real-Schäden : Umweltschäden, Müllprobleme, Ressourcen – und Energieverteuerung, Arbeitsplatzverluste, ... .
Lediglich Stufe I ist volkswirtschaftlich sinnvoll - könnte aber durch ein selbstloses Bankenwesen wesentlich menschlicher, echter, verantwortlicher, verantworteter realisiert werden, als durch ein abstraktes, für niedere Instinkte Tor und Tür öffnendes, anonymes, schwer beherrschbares Börsengeschehen.
Die Gewinne der Stroh zu Geld Lotterie explodieren weiter. Die Spekulationsfreude steigt; noch größere Geldsummen entstehen. Es genügt nicht mehr nur in Aktien zu investieren, die Spielergemeinde verlangt nach noch kitzligeren Vehikeln ihrer Gewinnsucht : Derivate, Termingeschäfte, sogenannte Leerverkäufe ringen um die Quadratur des Kreises, indem versucht wird selbst mit fallenden Kursen noch Geld zu verdienen. Hedgefonds werden gebildet und fallen als Heuschrecken über vitale Unternehmen her, saugen sie wie Vampire aus ... immer auf der Jagd nach noch mehr Rendite für unaufhörlich wachsende Geld-mengen.
Was ist dieses rein spekulativ erzeugte Geld für Geld ?
Es hat jede Bodenhaftung verloren; es hat gar nichts mehr mit echten unternehmerischen Aktivitäten zu tun. Die erfolgreichen Champions des Börsengeschehens erzeugen durch ihre Cleverness und ihre Spürnasen riesige Mengen von :
Falschgeld !
Geld, dass durch keinerlei realen Waren – und Dienstleistungszuwachs auch nur im entferntesten gedeckt wäre. Geld dieser Machart ist vergleichbar mit einem Krebsgeschwür, mit parasitärem Befall des Gemeinwesens.
Die Kaste dieser Börsen-Pokerer verfährt streng nach dem miesen und fiesen Grundsatz aller Nieder-trächtigkeit : GEWINNE WERDEN PRIVATISIERT, VERLUSTE SOZIALISIERT. Nichts anderes geschieht jetzt weltweit mit den staatlichen Rettungsaktionen : über die ganze Erde hinweg springen die positiv verstandenen Gemeinwesen für Jene ein, die in absoluter Gemeinheit, in bodenloser Gewinnsucht die Katastrophe verursacht haben, um das Schlimmste zu verhindern. Deren längst gemachten Gewinne, die zu alle dem vermutlich auch noch in Steueroasen versteckt sind, bleiben unangetastet - privat; ihre auf- getürmten Verluste, die werden jetzt mal wieder – öffentlich !
Wann werden wir verstehen, dass das so betriebene Finanzsystem an sich die Krankheit ist, die periodisch uns immer aufs Neue befallen muss ???
Ein beredtes Beispiel aus der Vergangenheit ist Nick Leeson, ein nur 28 Jahre alter „Geld“-Händler, der mit seiner folgenschweren Fehlspekulation das 233 Jahre alte, renommierte, englische Bankhaus Barin in den Konkurs trieb. Aufgetürmter Verlust : 1,6 Milliarden DM !
Bei Verlusten ist es sofort sichtbar, dass andere Menschen geschädigt wurden; in der Regel sind die meisten daran unschuldig. Bei Gewinnen denken wir nicht daran, dass die unglaublichen Summen, die quasi aus dem Nichts erschaffen wurden, sich ebenfalls auswirken.
Einer der legendärsten Coups landete George Soros, der „König der Hedgefonds-Manager“ im September 1992 mit seiner Spekulation auf das britische Pfund. Über Nacht verdiente er eine Milliarde Pfund ! (Nebenbei bemerkt : auch er konnte , ähnlich wie Bill Gates, sich irgendwann des Gefühls wohl nicht mehr erwehren, dass soviel Geld in zwei (egoistischen) Händen nicht sein darf und gab allein im Jahre 2000 knapp 500 Millionen $ für wohltätige Zwecke aus). Begonnen hat der 1930 in Budapest geborene Ungar im Jahre 1969, mit 2 Fonds von zusammen 12 Millionen $ Wert.)
Diese Milliarde Pfund ist Falschgeld, denn sie ist mit keinem realen Teilnehmer-Beitrag erworben !
Trotzdem lässt es sich im jetzigen, demgegenüber völlig wehrlosen Gemeinwesen damit fröhlich leben.
Hier fehlen Schloss und Riegel für derart ungeheuerliche Missbräuche Geld-Süchtiger .
Die Kapriolen der VW-Aktie Ende Oktober 2008, illustrieren wunderbar den Charakter von derartigen Schein-Werten : an ihrem Höhepunkt durchstieß die VW-Aktie die 1000 Euro Marke (28.10.08) . Allein das Aktienpaket von Porsche (42,6 %) war zu diesem Zeitpunkt mehr als 125 Milliarden Euro „wert“. Hedgefonds, die auf fallende Kurse gewettet hatten, sollen fast 40 Milliarden Euro Verlust eingefahren haben. (lt. Financial Times). Hätte das Land Niedersachsen an diesem Tag sein Aktienpaket (20,1 %) verkauft, hätte es rund 40 Milliarden Euro damit erlösen können. Diese Summe hätte ausgereicht um mehr als drei Viertel seiner Schulden zu tilgen. Nur – mit was für Geld wären diesen Schulden bezahlt worden. „Dem Schein nach“ hätte jeder Gläubiger des Landes Niedersachsen echte Euros erhalten - . Machen Sie sich aber bitte einmal bewusst, für welche REALEN Werte diese Milliarden stehen, die an einem einzigen Tag Börsen-Rally ergattert wurden. Ich sehe gerne ihren Erläuterungsversuchen entgegen, mir diese Milliarden plausibel zu machen; verbleibe einstweilen aber dabei : Geld dieser Machart ist reines Falschgeld !
Franz Josef Floren, der Autor des Buches „Wirtschaftspolitik im Zeichen der Globalisierung“, aus dem Jahre 1998 prägte als Überschrift über dieses absurde Kapitel des sich ad absurdum führenden Kapitalismus, den Ausdruck „Kasino-Kapitalismus“ - sehr treffend, wie ich meine. Wenn einige Wenige, sich den Luxus eines Kasino-Besuches leisten, ist das PRIVAT-Sache. Wenn weltweit Aber-Millionen Börsenakteure die Kasino-Mentalität zum beherrschenden Faktor einer globalen Weltwirtschaft hoch-beamen, dann ist das organisierte Kriminalität !
Floren bezifferte 1998, den Derivaten-Handel, der „zum weit überwiegenden Teil zu REIN SPEKULATIVEN Zwecken missbraucht“ wird, mit einem Volumen von 35 Billionen $ .
Wird dieses Falschgeld der 1. Generation (der Herren Soros u. a.) noch einmal scheininvestiert in neue, noch abenteuerlichere Spekulationen, denn es war ja leicht verdientes Geld, das mit geringer Reue als neuer Einsatz im „Kasino-Kapitalismus“ gewagt werden kann, entstehen noch aberwitzigere „Investitionen“. Der buchstäbliche Schwachsinn feiert Triumphe. Geld spielt keine ROLLE mehr, es hat sich selbst zum allesbeherrschenden „Theater“ aufgeplustert; es hat endgültig jedes Gewissen verloren – schwappt als gieriges gefräßiges, anonymes Ungeheuer, als der riesige „schwarze Hai“ durch die Weltmeere und verwandelt tagtäglich das globale „Gemein-Wesen“ in das reinste „Haifischbecken“.
Bleibt das Glück (- der bekannte Vierbeiner, der seines Gleichen sucht) den totalen Spielern treu, entstehen mörderisch hohe Falschgeldsummen und das Spiel entartet zum Exzess.
Luxus kennt keine Grenzen mehr : man fliegt in den Weltraum, will das Erlebnis der Schwerelosigkeit a`la 3 Minuten für 10 oder 20 Millionen Euro. Die goldenen Badewannen haben Hochkonjunktur und die Edel-suiten für 20.000 Euro pro Nacht sind stets ausgebucht, auch noch mitten in der Wüste.
Man hat es ja – und weg muss es doch auch.
Fließt dieses Falschgeld in der 2. , 3., 4. ... Generation und Potenz in den Kreislauf der realen Teilnehmer-Beiträge zurück, muss es das auslösen, was dann pseudo-volkwirtschafts-wissenschaftlich mit Inflation und Lohn-Preis-Spirale verballhornt wird.
Die Auswirkungen des Falschgeldes verteilen sich über den ganzen Globus- das ist auch der einzige Grund, warum das asoziale des gesamten Vorganges nicht schon längst aufgeflogen ist.
Die Zeche zahlen die Milliarden von Teil-Nehmern, die ihren realen Beitrag weltweit erbracht haben - aber deren hervorgebrachte Waren und Dienstleistungen stetig teurer werden, weil ihr Kaufgeld durch die Riesen- Summen an Falschgeld ständig „verdünnt“ und damit in seiner Kauf-Kraft geschwächt wird.
Jetzt, wo wir uns endgültig im Status der Weltwirtschaft befinden und die eine Welt zum „globalen Dorf“
zusammen wächst, kann nicht ausbleiben, dass dieser „Verwässerungs-Vorgang“ entdeckt wird und auffällt.
Bildlich ausgedrückt wird auffallen, dass eine steigende Zahl von „Börsen-Zockern“ immer zum „Essen“ kommen und kräftigst zulangen, selber aber nie etwas Essbares mitbringen !
Mit den Cree-Indianern gesprochen : Wenn durch die Geldgeilheit und Selbstsucht dieser „Freibeuter des Kapitalmarktes“ der letzte Regenwald gerodet, die letzte Kupfermine ausgebeutet... das letzte „Billig-Lohnland über die kapitalistische Klinge gesprungen ist“ ... , - werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann !
Sollten wir als Menschheit wirklich nicht in der Lage sein, dass vorher zu begreifen ?
Es ist doch mit Händen zu greifen : es ist die genialste Erfindung seit der Erfindung des Rades, durch die aller Niederträchtigkeit, allem echt Miesen und Fiesen, dass jedwedes Gemeinwesen zugrunde richten kann und wird Scheunentor – und Tür geöffnet wird : - DAS GELD. Das Geld, dass in seiner ungezügelten Vermehrung, der außer Kontrolle geratenen Zellteilung eines Krebsgeschwüres gleicht, dass mit seinen „Methastasen“ , den Organismus überzieht und todsicher zu Fall bringt.
Wir müssen diesen unmoralischen, todbringenden Falschgeldhandel abschaffen, den ungeheuren Sumpf der Spekulanten trockenlegen – oder wir werden darin umkommen.
Langeweile-Geld + Selbstsucht – Spekulation = Falschgeld = Inflation = Krebsgeschwür
Zum Thema Inflation möchte ich auf den imposant-bedenklichen Kaufkraft-Verlust unserer alten D-Mark verweisen : in 50 (!) Jahren 7 3 % - das spricht für sich (1948 bis 1998; Quelle : Globus)
Zuerst haben wir sozusagen die „Immunschwäche“, dann das AIDS–Vollbild des Gemein-Wesens.
Es gehört nicht viel prophetische Gabe dazu, voraus zu sehen, dass unser berühmt-berüchtigter Euro als - „Teuro“, diese „Performance“ in weniger als 50 Jahren schaffen wird – sollen wir „wetten“ - an der Börse vielleicht ?!
Laut einer Zeitungsnotiz vom Januar 2008 hat er bereits 18 % seiner Kaufkraft in den 9 Jahren seiner Geschichte verloren.
Bevor wir uns der „Therapie“ zuwenden, möchte ich an einem (gewiß nicht jedermann zusagenden) Beispiel
noch einmal zusammenfassend darstellen, was passiert, welchen Gefahren wir unausweichlich zusteuern, wenn wir nicht dafür Sorge tragen, dass
A ) die beschriebene Stärkung des Ich\\\\\\’s durch ein entsprechendes Erziehungs- und Ausbildungswesen, oberste Priorität genießt, und
B ) das Geld-Wesen gezügelt ist :
Das Imperium des Gen-manipulierten Saatgutes, als die unheilvolle Allianz zwischen selbstsüchtigen Kapital und in die pure Raffinesse abrutschender Intelligenz.
VI. Schandtaten
Unser Bild vom originären Vorgang des Investierens, also dem Zusammenbringen von Kapital und einer unternehmerischen Idee, zeigt sich beim gen-Manipulierten Saatgut in seiner fiesen Grimasse.
Hier begegnen sich die beiden niederträchtigen und erzgemeinen Strömungen im Gemein-Wesen :
die böse werdende Intelligenz und die absolute Selbstsucht des geilen Geldes, in Händen von rücksichts-losen Rendite-Jägern und von ihnen geschaffenen Finanzstrukturen.
Gen-manipulierte Soja oder Mais hat ja rein gar nichts mit Verbesserung für diejenigen zu tun, für die beides angebaut wird – Mensch und Tier. Die QUALITÄT der Produkte gerät vielmehr völlig aus dem Blick. Das Hauptaugenmerk richtet sich entschieden auf die Nutznießer der Investition, dient also der bloßen Geld-vermehrung und dem Erzielen von Rendite – und was das ganze für die beteiligten Firmen so dermaßen interessant macht : dem Schaffen von ABHÄNGIGKEITEN. Das „Wunderwerk der Gen-Technik“ besitzt nämlich die ausgesprochen günstige Eigenschaft, dass dieses Saat – Gut immer nur von seinen Herstellern wieder hergestellt werden kann. (Es müsste ehrlicherweise Saat-schlecht heißen.)
Es wird, von seinem Hersteller im Doppelpack „patentiert“, zusammen mit einem genau zugeschnittenen Unkrautvernichtungsmittel, dem sog. „Round-up“, vertrieben.
Es ist leicht durchschaubar, was das Ganze soll und will : der Bauer, der einmal dieses „Saat-Schlecht“
verwendet, ist und bleibt mein Kunde; er ist abhängig von mir.
Und das ganze Szenario ist natürlich ausgelegt auf Massenproduktion. Damit verwandelt sich über kurz oder lang das billige Einführen dieses Doppelpacks in eine Marktbeherrschende Stellung mit festen Abhängig-keiten.
Wer wollte als geldgeiler Investor, für den sowieso nur die Rendite zählt, nicht frohlocken ? Ist es doch gelungen, den sich selbst verwirklichenden Zweck der Geldvermehrung mit einer Lebensnotwendigkeit zu koppeln - dem Produzieren von Nahrungsmitteln. Man kann das ganze geschaffene Imperium der beteiligten, einschlägigen Konzerne als höchst raffinierten „Melkapparat“ charakterisieren. Wer wird „gemolken“ ? Wir, die Verbraucher, die Bauern, die Erde.
Wer bereit ist das Schicksal aller drei Betroffenen zu recherchieren, wird auf eine erschreckende Fülle von alarmierenden Berichten und Filmen und noch erschreckendere Fakten und Folgen dieser restlos gemeinen und skrupellosen Mafia, stoßen. Kühe, die aus Versehen, von einem solchen „up-geroundeten“ Feld gefressen haben, sind qualvoll gestorben; südamerikanische Bauern erkranken an eindeutigen Allergien und die malträtierten Felder verwandeln sich zunehmend in Mondlandschaften.
Aber : die Rendite – die stimmt ! Um das ging es ja auch – von vorn herein – und nur um das.
Solche unheilvollen Allianzen aus schändlicher Intelligenz und selbstsüchtigen, aus purem Egoismus umgetriebenem Kapital, verwandeln sich in Schandtaten.
Mit ihnen werden wir die Erde weiter überziehen, wenn wir nicht alles daran setzen, die Instanz endlich zu schützen und zu stärken, die einzig und allein Moralität entwickeln und in die Welt bringen kann - unser Ich; und wenn wir nicht das zügeln lernen, was in der Hand des unmoralischen Ich’s , zum Einfallstor aller Niederträchtigkeit wird : das Geld-Wesen.
Hier zweigt die Argumentation für ein direkt-
demokratisch-gewähltes Gremium ab, dass die KREDITVERGABE SELBSTLOS übernimmt und in die Verantwortung unserer besten Herzen und befähigsten Köpfe legt. Menschen vom Format eines Richard v. Weizäcker, Jakob von Uexkül, Götz Werner, Helmut Schmidt, Heiner Geisler, Franz Alt müssen Z. B. auf Bundesebene in so ein Gremium wählbar sein - keine "Ackermänner" und "Bankster" ... .