Wir könnten uns entschließen nur noch Leistung gegen Gegenleistung abzugeben. Das setzt jedoch voraus, dass wir kollektiv dieses Betätigungsangebot auch organisieren und nicht nur provokativ vom Schneeschippen reden, wie dies Herr Westerwelle tut. Dabei muss ein Mindestmaß an Wahlfreiheit gegeben sein (idealerweise sollte jeder zwischen 3 Angeboten wählen können), sonst reden wir doch lieber gleich von der Wiedereinführung der Sklaverei !
Meiner Meinung nach hilft uns aber grundsätzlich allein die Abschaffung der bezahlten Arbeit und stattdessen, die Einführung von Lebensbedarfen wirklich weiter.
Warum sollte unser Leben nicht auch funktionieren, wenn alle Arbeit NICHT da „bezahlt“ wird, wo sie geleistet wird ?
Eine wunderbare Erfahrung dazu, war der ZIVILDIENST für mich.
Der ZIVI wird vom Bundesamt für Zivildienst geschickt, zugewiesen. Ist er schneller, kann er sich aber auch seine Dienststelle selbst aussuchen. Was er als Lebensbedarf zu bekommen hat, ist bundeseinheitlich und dezidiert geregelt. (Dass die Auszahlung über seine Dienstelle erfolgt, wollen wir hier um ein Modell zu haben, vernachlässigen).
Haben Sie schon einmal von arbeitslosen Zivildienstleistenden gehört ?
Was wir für uns alle bräuchten, wäre „den allgemeinen Status des Beamten“ oder des „Gemeinwesen-Arbeiters“ mit dem entsprechenden, für alle gleichermaßen geltenden „BAT der Lebensbedarfe“.
Arbeit haben wir allemal genug.
Unser Problem sind sogar personell heillos unterbesetzte öffentliche Verwaltungen ( mit asozialen Be-arbeitungszeiten von einem halben Jahr - z.B. bei Kindergeld und Wohngeld ...), Polizeidienststellen, Altersheime ( wo nur noch die Parole „satt und sauber“ durchexerziert wird ), Schulen und - einen, die Idiotie noch toppenden, Riesenberg von Überstunden, den die Unternehmen vor sich her schieben.
Die Einen werden ausgequetscht wie Zitronen, bis zum letzten Tropfen; die Anderen ausgegrenzt bis zur Verarmung. Die Einen schuften sich zu Tode; die Anderen kommen moralisch, seelisch darin um, nicht gebraucht zu werden, zur Sinnlosigkeit, Armut und Perspektivlosigkeit verurteilt zu sein.
Alle vom gleichen, gemeinen Gemeinwesen ruiniert, weil es ruinöse nicht-Strukturen, eine fehlende, vernünftige Dreigliederung, kein gezügeltes Geld-Wesen hat und sich nicht von dem überholten Wahn lösen kann, die Arbeit der Menschen füreinander „bezahlen“ zu müssen.
Wir schaffen es nicht, die Bezahlung DA aufzugeben, wo die Arbeit geleistet wird, mit dem Resultat, dass da wo sie dringend gebraucht würde, NICHT gearbeitet werden kann.
Um Missverständnissen von Anfang an vorzubeugen : ich rede nicht einer „billigen“ Grundsicherung, aber genauso wenig einem bedingungslosen Grundeinkommen das Wort, obwohl ich sofort dafür wäre es einzuführen, weil damit endlich EIN Schritt in die RICHTIGE Richtung geschehen würde.
Ich sehe aber für alle diejenigen, die Skrupel haben soviel Vertrauen in die Menschheit aufzubringen, eine gut gangbare Übergangslösung. >Prinzipiell halte ich aber daran fest, das endgültige Entkoppeln von Arbeit und Lohn – für Alle anzustreben.
Es geht endgültig darum, die ohnehin als fragwürdig erkannte „Bezahlung“ der Arbeit (siehe unter "Geld" I. Wesen des Geldes), aus den unmittelbaren, sie in nächster Nähe (bisher) bestimmenden Zusammenhängen von jeweiliger Produktion und Dienstleistung heraus, zu beenden.
Es wird in Zukunft gearbeitet nach Notwendigkeit (und zwar entschieden mehr als gestern - das Mehr resultiert aber aus dem, dass alle, die können, mitarbeiten). Aber „bezahlt“ wird nicht aus den Früchten der jeweils konkret vor Ort geleisteten Arbeit, sondern nach dem Bedarf der eingesetzten Menschen.
Erbringt eine demokratisch beschlossene, für notwendig befundene Arbeit nicht die Erlöse, um die Menschen, die sie verrichten ernähren zu können, ist das nicht länger ihr Aus, sondern die sie trotzdem leistenden Menschen erhalten ihre Lebensbedarfe, ungehindert durch wirtschaftliche Zwänge, aus dem durch Alle Hervorgebrachten - also genau so, wie es sowieso ist. Unser Problem ist doch schon lange nicht mehr ZUWENIG zu produzieren, sondern vielmehr die gerechte, menschgemäße Verteilung unseres Produktivitäts-Wunders.
Noch einmal zum besseren Verständnis :
Jeder Teil-Nehmer des gesamten wirtschaftlichen Lebens erbringt einen, demokratisch für notwendig erachteten Beitrag. Der Arzt, der Bauarbeiter, ich als Sozialarbeiter genauso, wie der Bankangestellte, Bundeskanzler(Inn) oder die Putzfrau, ... . LEBEN kann aber jeder nur, weil die Gesamtheit aller Teilnehmer seinen Lebensbedarf mit hervorbringen, während er seinen spezialisierten Beitrag erbringt.
Wieso sollte die „Bezahlung“ nur aus dem überaus eng definierten und gefassten Rahmen einer einzelnen Fabrik, eines einzelnen Dienstleistungsunternehmens, Krankenhauses, Altersheimes oder einer Gemeinde etc. kommen ?
Es stimmt ja genau besehen ohnehin nicht.
Was könnte also näher liegen, als vernünftig zu sein und das was sowieso nicht wahr ist, aufzugeben und es gleich so zu handhaben, wie es sich in der Wirklichkeit vollzieht ?
Ich lebe aus dem was andere für mich arbeiten, in der Zeit, in der ich für andere arbeite.
Das ist die einfache und überschaubare Grundtatsache einer arbeitsteiligen Gesellschaft und des „globalisierten Dorfes“ erst recht.
Ich werde immer aus dem gemeinsam Hervorgebrachten „bezahlt“ - egal wo und was ich mache.
Ist es da noch wichtig, wer meine Mittelzuweisung macht, welches „Bundesbesoldungsamt“, welches „Regionale Lebensbedarfsamt“ die bloße Überweisung tätigt ?
Wieso ist es interessant meinen Beitrag einer konkreten Firma, einem bestimmten Büro zuzurechnen und die mir zustehenden Mittel vom wirtschaftlichen Wohlergehen derselben abhängig zu machen ?
Die Bruttolohnkosten sind auch bisher schon in die Verkaufspreise eingeflossen.
Die einfachste Lösung, den vorgeschlagenen Finanzpool des (nationalen oder ) regionalen „Lebensbedarfs-amtes“ zu bilden wäre :
die Bruttolohnsumme des jeweiligen Betriebes vom Stand zwei Jahre vor Einführung dieses neuen Systems, als Bezugsgröße zu wählen und entsprechend der Ertragslage des Unternehmens fort zu schreiben, oder
die bislang (im alten Sinne) erbrachte Bruttolohnsumme prozentual in die Umsatzsteuer zu integrieren (wofür alle bisherigen Sozialversicherungsbeiträge dann entfielen und die Lohnsteuer auf die Mehrwertsteuer zu schlagen.)
Das Lebensbedarfsamt würde mit monatlichen Abschlägen aus diesen Einnahmen gespeist.
Auf lange Sicht ist aber ein Teilungsverhältnis anzustreben, dass den zur Auszahlung zur Verfügung stehenden Gewinn (bisherige Brutto-Lohnsumme) zwischen Eigentümer, Aufsichtsrat bzw. Management und Belegschaft aufteilt. Dabei ist die auf Seite 10 angesprochene Spannbreite der Verdienste wieder von Belang. Nehmen wir wieder zur Illustration an, es gelte der Faktor 20. Das bedeutet, ein zur Verfügung stehender, ausgewiesener Jahres-Nettogewinn des Unternehmens von
25.000.000 ,- € per 30.01. für das zurückliegende Geschäftsjahr wird bei
100 Beschäftigten – darin enthalten 1 Eigentümer und 9 Mitglieder des Managements -
aufgeteilt, was einen Pro-Kopf-Betrag von 250.000 € ergibt.
Das Management erhält daraus gemäß dem festgelegten Faktor das 20-Fache : 5.000.000 €; entsprechend einem Pro-Kopf-Betrag von 500.000 € .
Die verbleibenden 20 Millionen werden den übrigen 90 Beschäftigten zugerechnet – diese Summe als Ganzes dem Lebensbedarfsamt gemeldet und überwiesen. (Dieses tätigt die nötigen Abzüge für Krankenkasse, Pflege- und Rentenversicherung)
Drückt die Unternehmensleitung den Nettogewinn künstlich, oder arbeitet das Unternehmen weniger erfolgreich ( es ergeben sich z.B. nur 20 Millionen ) verringert das auch ihre eigenen Bezüge (- auf 4 Mill. Bzw. 400.000 € / Kopf )
Man sieht, dass das Management ein Interesse haben wird, die zur Verteilung kommende, öffentlich aus-gewiesene Bruttolohnsumme HOCH zu halten und die Ertragslage des Unternehmens optimal zu gestalten.
(Eigentümer und Management versichern sich bis auf weiteres selbst.)
Das Teilungsverhältnis aus dem EINEN, als Lohnsumme angemeldeten Betrag, würde sicherstellen, dass die „Selbstlosigkeit“ beim Anmelden, sich der Großzügigkeit annähert und die ausgewiesene Bruttolohnsumme sich immer an der machbaren Obergrenze bewegt. Das Gemeinwesen würde damit immer zu den Gewinnern zählen. Denken Sie einmal darüber nach !
Die 20 Millionen, die an das Lebensbedarfsamt überwiesen werden, entsprechen einem Jahresbruttogehalt von 222.222 € pro Kopf. Dieses Verfahren auf die ganze Nation angewandt, würde bei florierenden Unter-nehmen allerhand zusätzliche Einnahmen generieren, wodurch viel notwendige Arbeit endlich auch bezahlbar würde.
Die 14 Millionen eines Herrn Ackermann wären allerdings passe´.
Ich finde, dass in meinem Beispiel niemand zu klagen hätte.
Selbst wenn der Eigentümer die 5 Millionen des Managements noch einmal zu seinen Gunsten aufteilen würde, z. B. 1 Million für sich und 4 Millionen für die 9 anderen, ergäbe das immer noch einen Betrag von 444.444 € / Kopf. Teilt er allerdings so krass auf, dass ER die 4 Millionen für sich behält und die 9 leitenden Mitarbeiter mit 111.111 € / Kopf Bruttojahresgehalt stehen lässt, wird er sehr bald nicht mehr Spitzenkräfte um sich beheimaten können.
Hier würden sich auch entsprechende Gepflogenheiten im Management etablieren – aber sie blieben entschieden mehr auf dem Boden der Realität, wie zur Zeit.
Reicht der erwirtschaftete Gewinn eines vom Gemeinwesen für notwendig erachteten Unternehmens nicht aus, um das skizzierte Teilungsverhältnis selbst mit niedrigerem Faktor sinnvoll anzuwenden, erhält der Eigentümer bzw. die Geschäftsleitung genau wie die Belegschaft, die demokratisch beschlossenen Lebens-bedarfe zuerkannt(s. S.45). Sinnvoll erachtete Arbeit wird von der Gemeinschaft mitfinanziert, in dem die Überschüsse florierender Firmen helfen, den Lebensbedarf der Mitarbeiter aus unrentablen zu decken. Das ist wirkliche Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben.
In dem Finanzpool des Lebensbedarfsamtes würde alles aufgehen, was bisher Arbeitslosengeld I und II, Arbeitslosenversicherung, Sozialhilfe, Kindergeld, Wohngeld ist. Hinzu kommen die betroffenen Renten-anteile aus jetzigen Teilrenten oder den Lebensbedarf nicht deckenden EU – und Altersrenten. Ein (eventueller) Fehlbetrag muss aus Steuermitteln bzw. einer Vermögens – und Einkommens-UM-Verteilung aufgebracht werden. Würde dieses Teilungsverhältnis ohne die endgültige Abkehr von der bezahlten Arbeit und der Neueinführung von Lebensbedarfen praktiziert, wäre für die Arbeitsplatzbesitzer VIEL gewonnen. Für die Millionen arbeitslos Ausgegrenzten wäre aber nichts erreicht, im Gegenteil : ihre Armut wäre noch unerträglicher !
Aus diesem Finanzpool ließe sich auch das finanzieren, was ich „GEMEINWESEN-ARBEIT" nennen möchte.
Mit dem Umstieg auf Lebensbedarfe und der noch zu beschreibenden Gemein-Wesen-Arbeit, eröffnet sich die Möglichkeit endlich das Problem der Massenarbeitslosigkeit zu überwinden und die an allen Ecken und Enden bisher fehlende Arbeit zu finanzieren, statt wie bisher Arbeitslosigkeit.
Für die hier gemeinte Zukunft jeglicher Arbeit würde gelten :
Gewicht hat zu haben, ob die demokratische Mehrheit sagt, wir brauchen diesen Teilnehmer-Beitrag - oder nicht. Sagt sie wir brauchen ihn, fließt der - nach dem genauso demokratisch beschlossenen BAT der Lebens-bedarfe zustehende - Betrag aus dem Finanzpool an den ihn Erbringenden.
Reichen die im Kaufgeld repräsentierten Waren und Dienstleistungen eines Gemeinwesens nicht aus, zur Deckung aller für notwendig befundenen Lebensbedarfe, passiert folgendes :
a ) die zuerkannten Lebensbedarfe werden von einem befugten „Bundes -oder Regionalen Rechnungshof“
heruntergesetzt (=Notbremsung) oder
b) die demokratische Mehrheit verordnet sich mehr Arbeit. (Höhere Wochenarbeitszeit, weniger Urlaub etc.)
Jedenfalls Arbeitslosene gibt es (deswegen) nie wieder welche.
Weniger „Verdienende“ - also bescheidener Lebende - wären jederzeit (durch Volks – oder Regional - Entscheid) möglich.
Wieder wären die mündigen, sich selbst ernst nehmenden Demokraten, Herr ihrer Lebensverhältnisse – so wie es nach unserem Verständnis ja auch sein soll .
Die monatlichen Lebensbedarfe könnten (um orientierende Hausnummern zu geben ) so aussehen :
Existenzminimum 700 €
1.Grundbedarf 1 900 € Netto*
2.Grundbedarf 2 1200
3.Grundbedarf 3 1500
4.Grundbedarf 4 1800
5.Lebensbedarf bei angelernter Tätigkeit und Vollzeitstelle 1900 €
6. bei 2 jähriger Ausbildung und Vollzeitstelle 2300
bei 3 jähriger Ausbildung und Vollzeitstelle 2500
7. bei Studium 3000
8. Zuschläge bei leitender Tätigkeit (2-10 Mitarbeiter) 300
9. bei (10 – 50 Mitarbeiter 600
10. ... ... ...
15. Zuschläge für Berufserfahrung > 3 Jahre 100
> 7 Jahre 200
... ... ...
20. Zuschläge für „Innovativ“, „besondere Verdienste“ ... .. 400
... ... ...
Leistung sollte sich sogar mehr wie früher lohnen. Die Mindest-Lohn-Gespenster-Debatte hätte sich erübrigt.
Das Existenzminimum soll in erster Linie das Absinken in Kriminalität verhindern und ist an keinerlei Gegenleistung gebunden, entspricht der jetzigen Sozialhilfe.
*Die Grundbedarfe 1- 4 sind so zu verstehen, dass in Zukunft nur noch soziale Leistung gegen Gegen-leistung gewährt wird.
Dabei ist weniger der Drang, Menschen zu Arbeit verdonnern zu wollen Vater des Gedankens, als vielmehr der Wunsch, die gerade in meinem Beruf (als Sozialpädagoge) über lange Jahre mitgelittene SINNLOSIG-KEIT und das SICH-AUSGEGRENZT-FÜHLEN von zur Arbeitslosigkeit Verurteilten, zu mildern. Der Zwang zur Arbeit ist für das Gemeinwesen, das Schluss mit dieser (seiner) Gemeinheit machen will, auch der Zwang, das für einen Menschen lebensnotwendige Gefühl „Gebraucht-zu-Werden, zu organisieren und zu geben.
Dabei soll das MODELL ZIVILDIENST Pate stehen.
Das heißt, bin ich nicht daran interessiert, mir selbst eine mir zusagende Einsatzstelle zu suchen, erhalte ich nach 6 Wochen einen Einsatzort zugeteilt- regionalweit (oder nach festzulegenden Regeln auch bundesweit.)
Schon die Bandbreite der jetzigen Zivildiensttätigkeiten macht deutlich, dass jeder etwas Geeignetes finden kann. Darüber hinaus kann ich das Ausmaß meines Engagements selbst bestimmen – in Abhängigkeit des mir daraus zustehenden Grundbedarfsbetrages :
Je nach persönlichem Wunsch kann ich wählen zwischen
- 2 Stunden täglicher – nicht nur gemeinnütziger – Arbeit ( = Grundbedarf 1 )
- 4 Stunden täglicher (nicht nur gemeinnütziger) Arbeit
- 6 Stunden ...
- 8 Stunden ... ( = Grundbedarf 4 )
Die Summen in *Netto besagen nichts anderes, als dass diese Grundbedarfe ALLE Tätigkeiten abdecken, die nicht durch spezielle Ausbildung und den damit verbundenen höheren Lebensbedarfen geregelt sind. Für sie sind keine Sozialversicherungsbeiträge zu erbringen- die Grundbedarfe sind bereits ALLES : frühere Renten- und Erwerbsunfähigkeits-Absicherung, Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherung.
Alle anderen, beruflich Tätigen, müssen für ihre – sofern gewünschte – höhere Altersversorgung Vorsorge treffen und zusätzlich Rentenbeiträge abführen. Meiner Meinung nach müsste die für alle gleiche Krankenversicherung überwiegend verbrauchssteuer-finanziert sein, um nicht weiter den Faktor Arbeit zu belasten.
Die Gemeinwesen-Arbeiter erhalten nach erreichen des Rentenalters die Allen zustehende
gestufte Grundrente : (2009 könnten die Beträge lauten)
nach 30 Jahren Vollzeit-Tätigkeit 1200,- € /Mon. (Netto)
nach 20 Jahren 1000,-
nach 10 Jahren 850,-
(bei unbegrenzter Hinzuverdienst-Möglichkeit)
Für jedes Kind bis 14 Jahren wären die Hälfte des Grundbedarfes (1) anzusetzen = 450,- € / Monat,
von 14 bis 18 Jahren 700 € / Monat.
Es gäbe keine weiteren Sozialleistungen, der ganze bürokratische Hick-Hack wäre vom Tisch.
Sie besagen gleichzeitig, dass jeder arbeitsfähige Bürger des Gemeinwesens automatisch in diese „Beschäftigungssparte des Gemeinwesen-Arbeiters“ gelangt, der (s)eine (ausgebildete) Tätigkeit aufgibt oder verliert – egal warum. „Arbeitslosigkeit“ gibt es keine mehr – es sei denn jemand begnügt sich mit dem Existenzminimum.
Für alle Teilnehmerbeiträge-Erbringende gilt: gibt es Probleme mit der Dienststelle oder dem (auch als Gemeinwesen-Arbeiter-) Tätigen, können beide Seiten die Versetzung beantragen, unter Angabe von triftigen Gründen.
Entscheidend ist aber : MEINE BEZÜGE, die durch eindeutiges Recht, demokratisch beschlossen und geregelt sind, GEHEN MIT MIR – ICH VERLIERE MEINE EXISTENZGRUNDLAGE NICHT.
Innerhalb (zu bestimmender) Grenzen, kann dann sogar meine tatsächliche Arbeit ganz oder zum Teil
nicht meiner erreichten Ausbildung entsprechen. Ich kann zB. einfachere Tätigkeiten ausüben – weil sie vielleicht besser zu meiner aktuellen, gesundheitlichen, psychischen Belastbarkeit, oder Familiensituation
(Kindererziehungszeit) etc. passen – aber meine Bezüge bleiben mir. Meine Dienststelle kann mich für jede dringliche, hoch akute Tätigkeit umfunktionieren – und wenn es Schneeräumen ist, weil die menschen-gemachten Wetterextreme dies erfordern und Not am Mann ist. Solange ich als Mitarbeiter diese Notwendigkeit einzusehen vermag und keine Schikane im Spiel ist, wäre endlich die FLEXIBILISIERUNG
der Arbeit möglich, die sich die Unternehmer schon immer gewünscht haben. „Theopraktisch“ könnte der Gesichtspunkt der BRÜDERLICHKEIT im gemeinsamen Hervorbringen der für alle nötigen Waren und Dienstleistungen so weit führen, dass eines Freitag-Nachmittages eine Firma in extremen Lieferschwierig-keiten, kurzerhand sämtliche, entbehrlichen Arbeitskräfte aus ihrer Nachbarschaft herbei telefoniert, um ja den existenzwichtigen Auftrag termingerecht hin zu kriegen.
Gelingt dies mit sprichwörtlich VEREINTEN Kräften, wird sich der frohlockende Unternehmer zweifellos mit einem rechtschaffenen Vesper oder ein paar Gratisartikeln aus seinem Sortiment erkenntlich zeigen – und im Gegenzug alle ihm entbehrlichen Hände wiederum seinen Nachbarn schicken, wenn es anderswo klemmen sollte.
Was würde mehr zu einem spürbaren, weil gelebten, christlichen Abendland führen, als diese endlich möglich gewordene Brüderlichkeit unter allen arbeitenden Menschen ?!
Dieses Abendland wäre wirtschaftlich auf die Weise sicherlich noch erfolgreicher, als es jetzt schon ist. Denn wirklich alle gesunden Hände würden sich regen, gemäß der uralten Volksweisheit : gemeinsam geht’s besser !
Wie unsinnig, krankhaft und verbarrikatiert muss uns, angesichts solch reicher und REIN MENSCHLICH BESTIMMBARER MÖGLICHKEITEN, unser jetziges „Bezahlungssystem“ erscheinen und vorkommen ? Abschussreif . Ein Entsorgungsfall !
Der ganze Kunstgriff würde darin bestehen, damit aufzuhören, die Arbeit immer aus dem, was sie an Ort und Stelle, als Ware und Dienstleistung hervorbringt, auch finanzieren zu wollen und zu müssen.
Wenn Alle vom „Regionalen (oder Bundes-) Lebens-Bedarfs-Amt“ ihre Lebensbedarfe nach demokratisch beschlossenen Sätzen, wie auf Seite 44 dargestellt, erhalten, fühlen sie sich frei, und sind sie auch frei verwendbar, nach übergeordneten, menschlich einsehbaren, einfühlbaren Not-Wendigkeiten.
Ihrem brüderlichen Zusammenwirken stehen keine EGOISMUS-BARRIEREN mehr im Wege. Mensch kann Mensch bleiben und mit seinesgleichen brüderlich zusammen wirken.
Nie geahnte Flexibilität könnte der Wirtschaft zur Verfügung stehen und zum echten Standortvorteil ausge-baut werden.
Den lebensbejahenden, der Lebenspraxis entspringenden Fragen : wie machen wir es am besten ? würden mit dieser „vermenschlichten Ressource“ des FREI zur (gemeinsamen) Arbeit sich entschließenden Menschen, der sich Notwendigkeiten aus eigenem Einsehen fügen kann, in allen Bereichen ungeahnte Antworten erwachsen.
Flexibilität wäre nicht länger der „Wolf im Schafspelz“, der mehr Arbeit zu schlechteren Bedingungen erzwingen will.
Würden (auch nur kurzfristig) irgendwo mehr Arbeitskräfte gebraucht, könnten sie, vergleichbar großen Polizeiaufgeboten, überregional und branchenübergreifend zusammengezogen werden – nach beschlossenen Spielregeln versteht sich. Bisher unmöglich Erscheinendes, aber Not-Wendendes wäre damit zu vollbringen.
Ich möchte nichts Grausliches an die Wand malen - aber das, was uns als Klimakatastrophe, samt Erdbeben und anderen furchtbaren Ereignissen noch ins Haus steht, wird genau solche Aufgebote erfordern, um die ungeheuren Schäden überhaupt meistern zu können, die unser bisheriger, vollbrachter Schwachsinn nach sich ziehen wird.
Fassen wir zusammen :
„Arbeitslos“ zu werden, ginge gar nicht mehr und würde jeden Schrecken verlieren bei max. 1800,- € netto pro Erwachsenen, Vollzeit -Tätigen.
Ähnlich wie heute der Zivildienst ein angesehener respektierter Stand ist, der viel Dankbarkeit erfährt, wäre der „Arbeits-lose“ in den Gemeinwesen-Arbeiter Verwandelte, bald ein gern gesehener anerkannter Helfer.
Er würde sich je nach eigener „Bedürfnis-Kragenweite“ zwischen 2, 4 und 8 Stunden nützlich machen können und sich bei immerhin 1200,- € auch nicht als degradiert empfinden, denn nur halbtags zu arbeiten hat auch seine erstrebenswerten Seiten – und er hat sie ja selbst gewählt, diese Bescheidenheit.
Ein volle 8 Stunden tätiger Gemeinwesen-Arbeiter hingegen könnte auch als (gewesener) Akademiker mit 1800,- € Netto, ohne irgendwelche Anrechnungsspielchen und Hintertürchen (!), jeden Morgen in den Spiegel schauen – und dann in die Stellenanzeigen.
Die derzeitige, durch skandalöse und aberwitzige Sinnlosigkeit geprägte, Über-Behörde Arbeitsamt, gelangt wieder zu einer geschätzten Tätigkeit – anstatt die Un-Tätigkeit der früheren Arbeitslosen drangsalierend zu verwalten. Denn WOZU brauchen wir ein Arbeitsamt – wenn die Arbeit die es vermitteln soll, gar nicht vorhanden ist. Einen gröberen Unfug kann es gar nicht geben !
Diese Zeiten wären mit unseren Maßnahmen endgültig vorbei.
Es wäre Sache des Arbeitsamtes, dass seinen Namen auch verdient, all die 1001 großen und kleinen Jobs, demokratisch in der Regionalversammlung beschlossen, als politisch notwendiger Katalog der ver-schiedensten Tätigkeiten und natürlich die 1001 privat als erwünscht zu erfassenden Diensleistungen,
zu vermitteln. Da dieselben den öffentlichen Auftraggebern keinerlei „Lohn“- Kosten mehr verursachen, würden zweifellos Tätigkeiten zu Hauf gemeldet werden. Dem Privatmann wäre natürlich ein Dienst-leistungsobolus auf zu erlegen, der zur Finanzierung unserer „Gemeinwesen-Arbeiter“ verwendet würde.
Die Unterscheidung zwischen berufsständig erbrachter Leistung und durch Gemeinwesen-Arbeiter erbrachter, würde durch Gewährleistungspflichten und fachmännische Qualität der Ausführung erfolgen müssen. Das würde für Privatpersonen sicher im Preis zu spüren sein.
Ansonsten wäre die leidige Diskussion zwischen gemeinnützig und die Privatwirtschaft schädigend obsolet.
Es gäbe nur noch „erwünschte und notwendige Arbeit“ :
die Entlastungsfunktion hat, da wo sonst sogar noch von Zusatzschichten und einzuführender Sonntags- arbeit ( siehe Zeitungsartikel zu „Mahle“) die Rede wäre,
die längere Urlaubs- und Krankheitszeiten überbrücken hilft
die einmaligen Projekten, bisher unfinanzierbar erscheinenden Reformen den gewünschten Boden bereitet,
die endlich bisher unwirtschaftliche Reperaturen zur Ressourcen-Schonung und Recycling im großen Stil erlaubt
die weiteren unnötigen Flächenverbrauch verhindert, weil sie die Aufarbeitung, Sanierung und Umwidmung von leerstehenden Industriebauten und anderen Brachen zuläßt
... ... ...
Und - sie könnte geleistet werden, von ALLEN.
Nach 5 jähriger Vollzeittätigkeit als Gemeinwesen-Arbeiter habe ich Anspruch auf berufsbegleitende Qualifizierung und Zulassung zur entsprechenden berufsspezifischen Prüfung. Ein in der Altenpflege bereits seit 5 Jahren Vollzeit Tätiger, kann sich so zum staatlich anerkannten Altenpfleger nachqualifizieren; Entsprechendes würde für alle anderen Berufe mit 2 und 3 -jähriger Ausbildung gelten – für Maler, Bäcker, Kfz-Mechaniker, Industriekaufmann, Verwaltungsfachangestellter ... ... ... . Wer gebraucht wurde und sich bewährt hat, steigt in den gleichen Rang auf, wie ihn seine Kollegen haben.
Damit wäre auch dem instinktiven Unbehagen Vieler abgeholfen, die in einem BEDINGUNGSLOSEN Grundeinkommen im Augenblick noch das Problem sehen, dass hier wieder Leistungen erfolgen würden, ohne entsprechende, sozial verwertbare und erwünschte, (im Übrigen ja auch hoch notwendige)Teilnehmer-Beiträge. Die für mich entscheidende Begründung, ein bedingungsloses Grundeinkommen (im Augenblick) gut zu heißen, liegt darin, dass es ein Schritt in die richtige Richtung wäre, nämlich die Bezahlung der Arbeit (vor Ort) nach und nach aufzugeben. Leider (in meinen Augen) - ohne ihn in diesem ausschlaggebenden Zu-sammenhang zu verstehen. Das bedingungslose Grundeinkommen würde sich (nach meinem Dafürhalten) als organische und demokratische Weiterentwicklung in einer Gemeinschaft charakterfester, gegründeter Ich’e ergeben, als endgültige Ablösung der oben angeführten Grundbedarfe 1- 4 .
Alle diejenigen, die wie Götz Werner heute schon dafür eintreten, dürfen als Vorboten und Vorreiter solcher REIFEN Ich’e verstanden werden, die ihren Beitrag ohne jegliche Verpflichtung von außen- schon jetzt ganz aus innerem, freiwilligen, engagierten Antrieb leisten würden. Das diese Idee heute schon eine wachsende Zahl von Befürwortern finden kann, zeigt, dass die Entwicklung der Ich’e voran geschritten ist und die Zeit reif ist für Veränderung.
Ich fühle mich den Anhängern dieser zeitgemäßen Idee zugehörig.
Mein Konzept, der nur gegen Gegenleistung gewährten Grundbedarfe (1 – 4 ), soll nur einen gleitenden Übergang ermöglichen, bis eine Pädagogik, wie ich sie beschrieben habe (in meinem geplanten Buch ), Erfolge zeitigt.
Götz Werner ist mit anderen Worten „der Macher“, der Mann der Tat, der genauso wie ich die jetzigen Zustände in ihrer Unerträglichkeit empfindet.
Die von mir dargelegten Überlegungen und Vorschläge sind die eines Denkers, der von der Erkenntnis des Gesamtzusammenhanges her, seine Motivation gewinnt.
Diese Grundverschiedenheit, wie Menschen zur Welt stehen ist uralt; sie findet sich weltanschaulich ausgeführt schon bei Plato und Aristoteles.
Wie bereits dargelegt, gelang die Erfindung des Rades nur im Zusammenwirken von Kopf und Händen und Füßen; für unser Thema gilt das Gleiche : nur gemeinsam werden wir das „Rad der Geschichte“ in Bewegung bringen.
Der zusätzliche Finanzierungsbedarf dieser Vorschläge ist erheblich. Er müsste glasklar bei denen abge-schöpft werden, die heute noch im Geld schwimmen. Selbst diese geschröpften Wohlhabenden, würden aber ihr auferlegtes Opfer einsehen können, wenn sie tagtäglich erleben können, wie damit Arbeit und Dienst-leistungen geschaffen werden, die an allen Ecken und Enden des Gemein-Wesens sichtbare Verbesserungen hervorbringen, bis dahin, dass zweifellos preisgünstige- aber nicht entwürdigende Dienstleistungen für den gut verdienenden Privatmann herausspringen würden : Rasenmähen, Einkäufe ... erledigen, wenn es klemmt, Bügeln, Auto in die Werkstatt bringen, Kinder abholen ... ... eine Unzahl von durch jedermann zu bewältigenden nützlichen Unterstützungen wären günstig beim Arbeitsamt zu ordern und könnten die heute, über Gebühr gestressten 150 % Leistenden, auf die wünschenswerteste Art entlasten. Wenn unsere Wohlhabendsten diese annehmliche Kehrseite ihres Geschröpft- Werdens gewahr werden, wird es ihnen leichter fallen, in den sauren Apfel zu beißen. Für das Nichts-Tun und ’rumgammel’ Anderer jedenfalls, würden sie sich das Geld niemals kampflos abknöpfen lassen.
Das „Viagra“ für unsere derzeitigen politischen Schlappschwänze heißt jedenfalls - „Rann an den Speck“ :
Wiedereinführung einer satten Vermögenssteuer
Steuern auf satten Immobilienbesitz und Verkauf (um die Freude am Spekulieren zu minimieren)
Erhöhung von Schenkungs- und Erbschaftssteuer für nicht unternehmerisch Tätige Personen und Summen
Erhöhung des Spitzensteuersatzes (jenseits 800.000 € Jahres-Einkommen z.B. 100 %)
Devisen-Umsatzsteuer
Börsenumsatzsteuer
Anhebung der Spekulationsfristen
Ökosteuer auf Flächenverbrauch und Bodenversiegelung, auf Trinkwasser und Luftverbrauch
Langfristig grundsätzliches UM-Steuern auf Verbrauchssteuern
... ... ...
Das derzeitige Lohnsteueraufkommen würde - bei zugrunde gelegten 8 Mrd. € / je 1 %Mehrwert-steuererhöhung - etwa 16 % entsprechen. Realistisch könnte ein gleitender Wandel durch eine jährliche Umverlagerung von einem Prozent nach 16 Jahren vollzogen sein. Die Beträge für die Grundbedarfe und Renten müßten entsprechend mit wachsen, denn sie profitieren ja nicht von der sinkenden Lohnsteuer. Wir wären dann von der Lebenshaltung her wohl das teuerste europäische Land, aber was die gesunkenen Kosten für Arbeit angeht, eben auch dass billigste.
Wollte die Wirtschaft nicht genau das – und würde sie es SO nicht auch in Deutschland bekommen, statt nach China zu verlagern ?
Darüberhinaus wäre die mühselige Steuererklärung für abhängig Beschäftigte jedes Jahr, mit jedem Einkauf bereits erledigt. Die anderen Arten der Einkommenssteuer, sowie die Sozialbeiträge würden vorerst beibehalten um die soziale Komponente im Steuerrecht nicht außer Kraft zu setzen. Das gesamte Steuer-system umzubauen kann kein Schnellschuß sein. Dazu sind Änderungen im sozialen Bewusstsein Voraus-setzung, womit wieder die Unverzichtbarkeit der bereits umrissenen Pädagogik des Ausgangspunktes, deutlich wird. Ein anderes Steuersystem muss und wird die Konsequenz aus einem fortgeschrittenen sozialen Bewusstsein sein, dass auch zu einer Veränderung der jetzigen Eigentumsverhältnisse – und Begriffe, sowohl bei Produktionsmitteln als auch bei Grund und Boden führen wird, ohne die sich nichts tiefgreifendes verändern lässt.
Um dem als „scheuen Reh“ bekannten Kapital endlich wieder „Hausschuhe“ zu verpassen, dürfte ruhig etwas mutiger philosophiert werden :
Entzug der Staatsbürgerschaft bei Steuerflucht und dementsprechender Wohnsitzverlagerung ins Ausland
Enteignung bei Immobilienbesitz und Nutzung ( -srechten) im Inland ( nach 5 Jahren – 30 %, nach 10 Jahren - 50 %, nach 15 Jahren Steuerflucht ins Ausland - 100 % )
Rückzahlungspflichten für erhaltene Ausbildung (ähnlich gestuft)
teure Visumgebühren für Auslandsversteuerer bei Einreise bzw. Mautgebühren auf Autobahnen und an Flughhäfen ... - endlich wäre der biometrische Pass BARES wert.
Kapitalexportsteuern
... ... ... alles gemäß der entschiedenen Parole : „wo ein Wille ist – ist bekanntlich auch ein Weg !
... ... ... Der wirtschaftliche Wert der Gemeinwesen-Arbeit mag umstritten sein, er wird aber IMMER höher sein, als das bisher verordnete Nichts-Tun. Das war und bleibt die dümmste, unproduktivste und gemeinste Art damit umzugehen. Dieser Ansicht ist selbst der Chef des Ifo- Institutes für Wirtschaftsforschung, Hans-Werner Sinn. In einem Interview mit einer Lokalzeitung (Schwarzwälder Bote v. 14.01.08) äußerte er sich
so : „Wenn es an Arbeitsplätzen mangelt, die genügend Produktivität erwirtschaften, um einen Lohn oberhalb des sozialen Existenzminimums zahlen zu können, gibt es keine andere Möglichkeit, als Zuschüsse zu zahlen, oder sich mit der Arbeitslosigkeit abzufinden.“ (...) „Für die Menschen ist es doch nicht wichtig, zu welchem Prozentsatz der Staat und zu welchem Prozentsatz die Unternehmen das Mindesteinkommen zahlen. Was zählt ist die Summe. Wenn sie den staatlichen Prozentsatz auf Null setzen wollen, entsteht wieder mehr Arbeitslosigkeit. Das ist menschenunwürdig, weil Menschen zu Außenseitern abgestempelt werden. So macht man die Gesellschaft kaputt.“ Sinn fordert ein Mindest- EINKOMMEN statt eines Mindestlohnes. Damit ist er schon nahe bei den in dieser Arbeit vorgeschlagenen Grundbedarfen, die nur gegen Gegenleistung gewährt werden. Anders als Herr Sinn, würde ich aber auch die unerhörte Produktivität einzelner Wirtschaftszweige ( wie der Computerbranche, der Energiekonzerne, der Autoindustrie ... ), sprich deren „Über-Milliarden“ heranziehen um die Unterfinanzierung anderswo auszugleichen. Ich sähe das Gemeinwesen und Steuergelder erst dann in der Pflicht, wenn die Wirtschaft insgesamt aus eigen-verantwortlicher, brüderlicher Umverteilung nicht in der Lage sein sollte, den notwendigen Finanzausgleich für unterfinanzierte Branchen herzustellen. Des weiteren bin ich, wie oben dargelegt, der Meinung, dass es Gegenstand eines demokratischen Regional- bzw. Volksentscheides sein muss, wie hoch ein Mindestein-kommen zu sein hat. Dies wäre, wie bereits angedeutet, natürlich verbunden mit einem entsprechenden Maß an Arbeitszeit, dass echte Demokraten sich dann mit verordnen. Soviel tatsächliche Demokratie sollte schon mit der „Herrschaft des Volkes“ gemeint sein !
Die subjektive Zufriedenheit einer (vielleicht neuen politischen) Mehrheit, das wiederhergestellte Gerech-tigkeitsempfinden, das Beenden der Politikverdrossenheit, weil wieder erlebbar wurde, dass Politik Lösungen, - Er-Lösungen- zu Wege zu bringen vermag, ... wäre unter dem Strich garantiert ein sattes Plus von 500 % !
= Auszug aus meinem politischen Credo
www.politikdesich.klack.de für das ich händeringend nach einem VERLAG suche.